Aktualisiert am: 29.02.2024

Ausbleibender Samenerguss im Alter – Warum und Wann?

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Dr. med. Marcus Horstmann, Facharzt für Urologie und Andrologie
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Was ist eine Anejakulation? Nimmt die Häufigkeit dieser Ejakulationsstörung im Alter zu? Was sind die Ursachen für die Veränderungen der männlichen Sexualität im Alter? Lesen Sie hier alles darüber.

Hauptsächlich über Ejakulationsstörungen im Alter 

Das Alter bringt viele Veränderungen mit sich, darunter auch Veränderungen der Sexualfunktionen bei Männern. Ejakulationsstörungen treten bei älteren Männern häufiger auf und können die Lebensqualität und das Selbstwertgefühl beeinträchtigen. Trotz ihrer Häufigkeit wird dieses Thema oft tabuisiert und nicht ausreichend diskutiert. Ein besseres Verständnis der verschiedenen Arten von Ejakulationsstörungen ist wichtig, um geeignete Behandlungsmöglichkeiten zu finden und den Geschlechtsverkehr im Alter zu verbessern.

Wie kommt es zur Ejakulation?

Der männliche sexuelle Reaktionszyklus kann in mehrere Phasen unterteilt werden, die jeweils unterschiedliche körperliche und psychologische Aspekte des sexuellen Erlebens abbilden. Diese Phasen sind [1]:

1. Erregungsphase (Erektion):

Diese Phase beginnt mit dem Gefühl sexueller Lust oder dem Wunsch nach sexueller Aktivität. Physiologisch kommt es zu einer erhöhten Blutzirkulation im Penis, was zu einer Erektion führt. Auch andere körperliche Reaktionen wie eine erhöhte Herzfrequenz und Atemfrequenz können auftreten.

2. Plateauphase: 

In dieser Phase erreicht die sexuelle Erregung ein stabiles, hohes Niveau. Die Erektion wird vollständiger und härter, und die sexuelle Spannung baut sich weiter auf. Diese Phase kann von kurzer Dauer sein oder sich über einen längeren Zeitraum erstrecken, abhängig von verschiedenen Faktoren wie der Stimulation und der individuellen Reaktionsweise.

3. Orgasmusphase: 

Der Höhepunkt des sexuellen Reaktionszyklus. Es kommt zu einer Reihe von rhythmischen, unwillkürlichen Kontraktionen der Muskulatur im Bereich des Beckenbodens. Diese Kontraktionen sind oft von einem Gefühl intensiven Vergnügens begleitet und können zur Ejakulation führen.

4. Erholungsphase: 

Nach dem Orgasmus tritt eine Phase der Erholung ein, in der die Erektion nachlässt und der Körper zu seinem normalen Zustand zurückkehrt. Diese Phase kann von Mann zu Mann unterschiedlich lang sein. Während dieser Zeit ist es für die meisten Männer schwierig oder unmöglich, erneut einen Orgasmus zu erreichen.

Was ist eine Anejakulation?

Ein junger Mann, der zum ersten Mal mit dem Problem des trockenen Orgasmus konfrontiert wurde.

Anejakulation bedeutet so viel wie eine "nicht-Ejakulation" und wird oft auch als trockener Orgasmus des Mannes bezeichnet. 

Unter Anejakulation versteht man eine völlig ausbleibende Ejakulation. Sie wird durch das Ausbleiben des Samenergusses aus den Samenbläschen, der Prostata und in die Harnröhre verursacht [2]. Eine echte Anejakulation geht in der Regel einher mit einem normalen Gefühl des Orgasmus, aber ohne Ejakulat einher [3].

Eine Anejakulation ist eine Form der männlichen sexuellen Funktionsstörung, die die Fähigkeit, Sex zu genießen, beeinträchtigen kann. Diese Störung tritt in der Emissions- oder Ausstoßphase auf. 

Sie stellt auch eine mögliche Ursache für eine Unfruchtbarkeit des Mannes dar.

Allgemeine Gründe für eine Anejakulation

Es gibt folgende Ursachen [4] beim Mann, dass kein Samenerguss erfolgt, wenn es zu einem Orgasmus kommt:

Alternsbedingte Gründe

Degeneration der afferenten Nerven des Penis. Dies kann zu Folge haben, dass es  zu keiner Ejakulation mehr kommt.

Angeborene Gründe 

  • Zyste des Ductus paramesonephricus (Müller): Hierbei handelt es sich um eine seltene Zyste aus Resten des Müller'schen Gangs, die die Ejakulation blockieren kann.
  • Wolff'sche Anomalien: Fehlbildungen des embryonalen Fortpflanzungssystems, die die Ejakulationsstrukturen beeinträchtigen können.
  • Prune Belly Syndrom: Ein Syndrom, das durch das Fehlen von Bauchmuskeln und möglichen Fehlbildungen der Harnwege gekennzeichnet ist.
  • Imperforierter Anus: Angeborene Fehlbildung des Anus, die mit urogenitalen Anomalien einhergehen.
  • Genetische Anomalien: Verschiedene genetische Störungen, die die Entwicklung und Funktion des Fortpflanzungssystems beeinträchtigen und zu einem  trockenem Orgasmus führen können.

Anatomische Gründe

  • Verkleinerung der Prostata und Operationen am Blasenhals (transurethrale Resektionen) 
  • Komplette Entfernung der Prostata (radikale Prostatektomie bei Prostatakrebs) 
  • Ausgeprägte Harnröhrenstrikturen
  • Verschluss des Ejakulationskanals (angeboren oder erworben), so dass kein Sperma beim Orgasmus austreten kann.

Neurologische Gründe

  • Diabetische autonome Neuropathie: Durch Diabetes verursachte Schädigung der Nerven, die die automatischen Funktionen des Körpers steuern.
  • Multiple Sklerose: Eine Erkrankung des zentralen Nervensystems, die zu Störungen der Nervenleitung führen kann.
  • Rückenmarksverletzung: Verletzungen des Rückenmarks können die für die Ejakulation notwendigen Nervenbahnen unterbrechen.
  • Proktokolektomie: Chirurgische Entfernung des Dickdarms und des Mastdarms, die zu einer Schädigung der umliegenden Nerven führen kann.
  • Bilaterale Sympathektomie: Eine Operation, bei der Teile des sympathischen para-aortalen Nervensystems entfernt werden.
  • Aortenaneurysma-Exzision: Operation zur Entfernung eines Aneurysmas der Bauchaorta, das benachbarte sympathische Nervenstrukturen zerstören kann.
  • Para-aortale Lymphadenektomie: Eine Operation zur Entfernung von Lymphknoten in der Nähe der Aorta, die die Nerven in diesem Bereich schädigen kann.

Infektiöse und entzündliche Gründe

  • Urethritis: Entzündung der Harnröhre, die häufig durch Infektionen hervorgerufen wird und den Ejakulationsvorgang direkt beeinträchtigen kann.
  • Urogenitale Tuberkulose: Eine Form der Tuberkulose, die die Geschlechts- und Harnorgane befällt und zu Schädigungen und Obstruktionen führen kann, die eine normale Ejakulation verhindern.
  • Schistosomiasis: Eine parasitäre Erkrankung, die Entzündungen und Vernarbungen in den Harnwegen verursacht, die den normalen Ablauf der Ejakulation beeinträchtigen können.
  • Prostatitis: Entzündung der Vorsteherdrüse (Prostata), die sich auf den umliegenden Bereich auswirkt und eine fehlende Ejakulation auslösen kann. 
  • Orchitis: Entzündung der Hoden, die zu Schwellungen und Veränderungen des umliegenden Gewebes führt und den Ejakulationsvorgang beeinträchtigen kann.

Hormonelle Gründe

  • Hypogonadismus: Ein Krankheitsbild, bei dem der Körper zu wenig Sexualhormone, insbesondere Testosteron, produziert, was meist zu einer Beeinträchtigung der Spermienproduktion und -funktion führt, aber auch trockenen Orgasmus begünstigen kann. 
  • Hypothyreose: Unterfunktion der Schilddrüse, die zu einem Mangel an Schilddrüsenhormonen führt und den Hormonhaushalt stört.
  • Prolaktin-Störungen: Abnormal erhöhte Prolaktinspiegel stören die Produktion und Funktion von Testosteron und anderen Sexualhormonen.

Medikamente und Substanzen

  • Antihypertensiva, Thiaziddiuretika: Medikamente, die den Blutdruck senken und das Volumen der Körperflüssigkeiten regulieren.
  • Alpha-adrenerge Blocker: Wirkstoffe wie Tamsulosin und Alfuzosin, die zur Behandlung von Bluthochdruck und Prostatavergrößerung eingesetzt werden.
  • Antipsychotika und Antidepressiva: Medikamente wie Haloperidol (ein Antipsychotikum) und Fluoxetin (ein Antidepressivum), die zur Behandlung von psychischen Störungen und Depressionen eingesetzt werden.
  • Alkohol: Freizeitdroge, die in großen Mengen sexuelle Funktionsstörungen, auch fehlende Ejakulation auslösen kann.
  • Antiandrogene: Wirkstoffe wie Finasterid und Dutasterid, die die Wirkung männlicher Geschlechtshormone blockieren und bei Prostatavergrößerung oder Haarausfall eingesetzt werden.
  • Ganglionblocker: Medikamente wie Mecamylamin, die Nervenimpulse blockieren und bei Bluthochdruck oder anderen Erkrankungen eingesetzt werden.
  • Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI): Wirkstoffe wie Paroxetin und Sertralin, die zur Behandlung von Depressionen und anderen psychischen Störungen eingesetzt werden, indem sie den Serotoninspiegel im Gehirn beeinflussen.

Psychosoziale Gründe

  • Akute psychische Belastung: Vorübergehender, intensiver Stress, der häufig durch belastende Ereignisse ausgelöst wird.
  • Beziehungsprobleme: Konflikte oder Unzufriedenheit in der Partnerschaft oder Ehe, was auch dazu führen kann, dass keine Ejakulation im Alter möglich ist. 
  • Psychosexuelle Kompetenzdefizite: Mangel an Wissen oder Fähigkeiten im sexuellen Bereich, die den Geschlechtsverkehr beeinflussen.
  • Diskrepanz zwischen Erregung und sexueller Situation: Körperliche Erregung entspricht nicht dem sexuellen Kontext, in dem sie auftritt.
  • Masturbationsstil: Individueller Stil der Selbstbefriedigung, der das Erreichen eines Orgasmus beim Geschlechtsverkehr erschweren kann.

Gründe für ausbleibenden Samenerguss im Alter

Ein Mann leidet unter ausbleibendem Samenerguss aufgrund des altersbedingten Rückgangs des Testosterons.

Im Laufe des Alterungsprozesses können bei Männern verschiedene Veränderungen des Körpers und der Sexualfunktionen auftreten. Das ist von Mann zu Mann unterschiedlich. Deshalb kann man im Einzelfall nicht vorhersagen, bis zu welchem Alter eine Ejakulation möglich sein wird.

Neurodegeneration

Eine dieser Veränderungen kann die Degeneration der afferenten Nerven des Penis sein. Die afferenten Nerven sind für die Übertragung von sensorischen Signalen vom Penis zum Rückenmark und weiter zum Gehirn verantwortlich.

Die Häufigkeit von altersbedingten Gehirnerkrankungen ist so hoch, dass es selten (aber nicht unmöglich) vorkommt, dass das Gehirn im Alter von über 65 Jahren nicht von der Krankheit betroffen ist. Anders ausgedrückt, könnte das Altern des Gehirns ein Indikator für den Fortschritt der Neurodegeneration sein, wobei genetische und umweltbedingte Faktoren eine entscheidende Rolle in diesem Prozess spielen und eine extrem hohe interpersonelle Variabilität definieren können. [9]

Wenn diese Nerven degenerieren oder beschädigt werden, kann dies dazu führen, dass die sensorischen Signale, die normalerweise bei sexueller Stimulation empfangen werden, gestört sind oder nicht mehr richtig weitergeleitet werden. Dies wiederum kann die Fähigkeit zur Ejakulation stören und im Extremfall zu einer Anejakulation führen, was bedeutet, dass keine Ejakulation mehr stattfindet.

Diese Art der neuronalen Degeneration kann nicht nur durch den natürlichen Alterungsprozess verursacht werden, sondern auch durch bestimmte Krankheiten, die mit zunehmendem Alter häufiger auftreten. Beispiele hierfür sind Diabetes mellitus, der zu einer diabetischen Neuropathie führen kann, und Nervenschäden nach chirurgischen Eingriffen an Prostata oder Darm, die insbesondere bei älteren Patienten durchgeführt werden müssen.

Altersbedingte Krankheiten und Medikamente

Viele der bekannten Ursachen für ausbleibenden Samenerguss werden im Alter wahrscheinlicher. Dies betrifft sowohl Krankheiten als auch die Einnahme bestimmter Medikamente. 

Beispielsweise nimmt die Häufigkeit von Prostataentzündungen (Prostatitis) mit dem Alter zu. Laut einer Studie ist das Risiko, an einer Prostatitis zu erkranken, bei Männern im Alter von 40 bis 49 Jahren 1,7-mal und bei Männern im Alter von 50 bis 59 Jahren 3,1-mal höher als bei Männern im Alter von 20 bis 39 Jahren. [10]

Auch Hypogonadismus, eine Erkrankung, bei dem die Testosteronproduktion nachlässt, wird bei älteren Männern häufiger diagnostiziert. Eine Studie hat gezeigt, dass etwa 20 % der Männer im Alter von 60 Jahren und etwa 50 % der Männer im Alter von 80 Jahren einen Serum-Gesamttestosteronspiegel aufweisen, der deutlich unter den Werten normaler junger Männer (im Alter von 20 bis 30 Jahren) liegt. [11]

Schließlich sind auch z.B. Medikamente zur Behandlung von Bluthochdruck eine mögliche Ursache von Ejakulationsstörung im Alter, und da Bluthochdruck mit zunehmendem Alter häufiger auftritt, wird die Einnahme dieser Medikamente mit zunehmendem Alter wahrscheinlicher.

Wie oft passiert Anejakulation, in welchem Alter passiert es

Es liegen zur Anejakulation keine aussagekräftigen Daten vor, aber man geht von einer hohen Dunkelziffer aus, vor allem für sporadisch auftretende Anejakulation. Man weiß, dass verzögerter und ausbleibender Samenerguss im Alter zu nimmt. 

Die Ergebnisse einer Studie mit 1 688 Männern in den Niederlanden zeigen, dass die Prävalenz von Ejakulationsstörungen (definiert als Ejakulation mit verminderter Samenmenge oder Anejakulation) von 3% bei Männern im Alter von 50 bis 54 Jahren auf 35 % bei Männern im Alter von 70 bis 78 Jahren anstieg. [5]

Ist fehlende Ejakulation heilbar?

Ein Arzt führt eine Untersuchung durch, um eine mögliche Ursache für den ausbleibenden Samenerguss bei einem Mann festzustellen.

Die Behandlungsmöglichkeiten und die Prognose der Anejakulation sind sehr unterschiedlich, vor allem für Männer, die keinen Samenerguss im Alter haben, und hängen von der zugrunde liegenden Ursache, dem Alter und dem allgemeinen Gesundheitszustand der betroffenen Person sowie dem Zeitpunkt der Diagnose und Behandlung ab.

In einigen Fällen, insbesondere wenn keinen Samenerguss beim Sex zu haben durch Medikamente oder behandelbare medizinische Zustände verursacht wird, kann eine Anpassung der Medikation oder eine Behandlung der Grunderkrankung die Symptome verbessern oder beseitigen. In anderen Fällen, z. B. bei dauerhaften Nervenschäden oder schweren anatomischen Anomalien, kann die Anejakulation irreversibel sein.

Wann man einen Arzt aufsuchen sollte

Sie sollten einen Termin mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt vereinbaren, wenn Sie an einer Anejakulation leiden, die Ihre Fähigkeit beeinträchtigt, Geschlechtsverkehr zu haben, eine Erektion zu bekommen oder aufrechtzuerhalten oder andere Orgasmusschwierigkeiten.

Auch wenn Sie wegen der Anejakulation beunruhigt sind, können Sie einen Spezialisten aufsuchen, um herauszufinden, ob der Störung ein größeres Problem zugrunde liegt. 

Wenn Sie einen Kinderwunsch haben und es häufiger zu Anejakulation kommt, sollten Sie mit einem Facharzt abklären, ob Ihre Zeugungsfähigkeit beeinträchtigt ist und welche Behandlungsmöglichkeiten in Frage kommen.

Behandlungsmöglichkeiten bei ausbleibendem Samenerguss im Alter

Anejakulation verursacht an sich keine langfristigen Probleme. Manche Männer haben nicht den Wunsch oder das Bedürfnis bei ausbleibendem Samenerguss nach einer Behandlung.

Wenn allerdings Kinderwunsch besteht, kann Anejakulation ein größeres Problem darstellen und sollte in diesem Fall behandelt werden. Die Medizin verfügt über eine Reihe von Möglichkeiten, ein Paar bei seinem Kinderwunsch zu unterstützen, nicht nur indem eine Behandlung die Spermienqualität verbessern kann, sondern auch durch die Unterstützung der Befruchtung selbst. [6]

Die Therapie der Anejakulation falls gewünscht hängt von den Gründen für einen ausbleibenden Samenerguss ab:

Psychotherapie, Sexualtherapie und Medikamente können Stress, Depressionen oder Ängste lindern, die zu einer Anejakulation führen können.

Manche Männer profitieren von einer Medikamentenumstellung oder einer besseren Behandlung von Grunderkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck. [7]

Für einige Ursachen wie Nervenschäden gibt es jedoch keine Behandlung.

Fazit

Die menschliche Sexualität ist im Laufe des Lebens zahlreichen Veränderungen unterworfen. Während die Jugend oft von Unsicherheit und der Entdeckung der eigenen Sexualität geprägt ist und vorzeitiger Samenerguss gehäuft auftreten kann und im mittleren Alter häufig der Wunsch nach Kindern und Fortpflanzung im Vordergrund steht, bietet das Alter eine andere Perspektive. 

Es ist frei von diesen spezifischen Notwendigkeiten und Erwartungen. Es geht nicht mehr darum, "perfekt" zu funktionieren oder eine optimale Ejakulation zu erreichen. Ein ausbleibender Samenerguss im Alter muss kein Grund zur Sorge sein. Stattdessen können Intimität und Nähe in den Vordergrund treten, was eine tiefere und bedeutungsvollere Verbindung zwischen den Partnern ermöglicht. Es ist eine Zeit, in der die Qualität der Beziehung und die geteilte Intimität mehr zählen können als physiologische Perfektion. [8) Allerdings ist Sexualität auch im Alter ein integraler Bestandteil der menschlichen Existenz und kann eine Quelle von Freude und Lebensqualität sein. 

Es ist wichtig, Veränderungen des Alterns zu akzeptieren, offen darüber zu sprechen und gegebenenfalls professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um ein erfülltes Sexualleben in allen Lebensphasen zu gewährleisten, denn ein Samenerguss im hohen Alter zu haben ist genauso normal wie keine Ejakulation im Alter zu haben.

Quellen:

[1] deGroat WC, Booth AM. Physiology of male sexual function. Ann Intern Med. 1980;92(2 Pt 2):329-331. doi:10.7326/0003-4819-92-2-329. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/7356224/#:~:text=The%20male%20sexual%20response%20cycle,plateau%2C%20orgasm%2C%20and%20resolution.  

[2] Geboes K, Steeno O, De Moor P. Primary anejaculation: diagnosis and therapy. Fertil Steril. 1975;26(10):1018-1020. doi:10.1016/s0015-0282(16)41418-4. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/1081053/ 

[3] Ohl DA, Quallich SA, Sønksen J, Brackett NL, Lynne CM. Anejaculation and retrograde ejaculation. Urol Clin North Am. 2008;35(2):211-viii. doi:10.1016/j.ucl.2008.01.014. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18423241/ 

[4] EAU Guidelines: Sexual and Reproductive Health: 6. Disorders of Ejaculation. https://uroweb.org/guidelines/sexual-and-reproductive-health/chapter/disorders-of-ejaculation 

[5] Di Sante S, Mollaioli D, Gravina GL, et al. Epidemiology of delayed ejaculation. Transl Androl Urol. 2016;5(4):541-548. doi:10.21037/tau.2016.05.10. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5002002

[6] Abdel-Hamid IA, Ali OI. Delayed Ejaculation: Pathophysiology, Diagnosis, and Treatment. World J Mens Health. 2018;36(1):22-40. doi:10.5534/wjmh.17051. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5756804/ 

[7] Shindel AW, Althof SE, Carrier S, et al. Disorders of Ejaculation: An AUA/SMSNA Guideline. J Urol. 2022;207(3):504-512. doi:10.1097/JU.0000000000002392. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34961344/ 

[8] Shindel AW. Anejaculation: Relevance to Sexual Enjoyment in Men and Women. J Sex Med. 2019;16(9):1324-1327. doi:10.1016/j.jsxm.2019.07.002. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31488287/ 

[9] Azam S, Haque ME, Balakrishnan R, Kim IS, Choi DK. The Ageing Brain: Molecular and Cellular Basis of Neurodegeneration. Front Cell Dev Biol. 2021;9:683459. Published 2021 Aug 13. doi:10.3389/fcell.2021.683459. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8414981/ 

[10] Mehik A, Hellström P, Lukkarinen O, Sarpola A, Järvelin M. Epidemiology of prostatitis in Finnish men: a population-based cross-sectional study. BJU Int. 2000;86(4):443-448. doi:10.1046/j.1464-410x.2000.00836.x. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10971269/ 

[11] Surampudi PN, Wang C, Swerdloff R. Hypogonadism in the aging male diagnosis, potential benefits, and risks of testosterone replacement therapy. Int J Endocrinol. 2012;2012:625434. doi:10.1155/2012/625434. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3312212/ 

Dieser Artikel dient nur allgemeinen Informationszwecken und beabsichtigt nicht, eine medizinische Behandlung in irgendeiner Form zu fördern und ist kein Ersatz für die Konsultation eines professionellen Arztes. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt, um eine persönliche medizinische Beratung zu erhalten. Für einen medizinischen Rat sollten Sie immer den Rat eines Arztes oder eines anderen qualifizierten Gesundheitsdienstleisters einholen.

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